Antworten auf mögliche Fragen

 

Für wen ist  MBSR geeignet?

Der 8- Wochen Kurs ist für alle Personen geeignet, die lernen möchten, besser mit Belastungssituationen umzugehen. Er ist sowohl zur Stress- und Burnout- Prävention, also auch bei chronischen Schmerzen, bei Erschöpfung, Schafproblemen, erhöhten Gesundheitsrisiken, Migräne und nach depressiven Phasen geeignet. Sie können den Kurs aber auch einfach besuchen, wenn Sie einen bewussteren Umgang mit sich selbst und anderen üben und achtsamer durchs Leben gehen möchten.

 

Braucht es Vorkenntnisse?

Sie brauchen keine Vorkenntnisse. Alle Übungen können Sie so ausführen, wie es für Sie im Moment möglich ist.

 

Warum MBSR meistens in Gruppen unterrichtet wird

Wenn eine vertrauensvolle, wertschätzende Atmosphäre jedem erlaubt, so zu sein, wie er/sie ist, mit einer nicht wertenden Haltung den Anderen und sich selbst gegenüber, kann der Austausch in der Gruppe bereichernd und verbindend sein.

Man erkennt, dass jeder Mensch seine Geschichte zu tragen hat und man nicht allein ist.

 

Warum zu Hause üben?

Auch wenn es paradox ist, in einer stressigen Zeit noch täglich 35- 45 Min. zu üben, ist gerade die Fähigkeit, sich trotzdem Zeit und Raum zum Üben zu nehmen, ein wesentlicher Bestandteil der Stressreduktion. Es eine Investition, die sich mit der Zeit in einem besseren allgemeinen Wohlbefinden niederschlägt und die nur langfristig ihre Wirkung zeigt.

 

Wie übe ich zu Hause?

Für jede Hauptübung erhalten Sie eine CD mit der genauen Übungsanleitung. Dazu brauchen Sie einen ruhigen angenehmen Raum in dem Sie während der Übungszeit nicht gestört werden.

 

Warum ist das Üben so wichtig?

Wir alle haben eingespielte Gewohnheiten die sich meistens hartnäckig halten. Diesen Gewohnheiten überhaupt auf die Schliche zu kommen ist der erste Schritt zu einem bewussten Umgang damit. Beim Üben können wir diese Muster beobachten und überprüfen, ob es einfach Automatismen sind oder ob sie wirklich noch Gültigkeit haben. Veränderung und das Etablieren neuer Denk- und Verhaltensweisen brauchen Zeit, Geduld und Selbstdisziplin.

 

Was man beim MBSR unter Achtsamkeit versteht

Achtsamkeit entsteht nicht auf Knopfdruck. Achtsamkeit ist eine immer tiefer greifende und immer verfeinerte Art der Wahrnehmung, die immerwährend neue Entdeckungen zulässt. So wird jede Übung zu einer neuen Entdeckungsreise zu uns selbst und der Welt.

 

Nur durch geduldiges Üben erreichen wir den Grad der Aufmerksamkeit in dem wir uns nicht mehr von den Dingen oder Gedanken mitreissen lassen sondern durch genaue nicht wertende Beobachtung alles so akzeptieren können, wie es ist. Wir haben die Tendenz, den Dingen immer etwas hinzuzufügen oder ihnen etwas wegzunehmen, immer irgendwohin gelangen zu müssen bevor wir zufrieden sind. Achtsamkeit bedeutet, die Dinge so zu akzeptieren wie sie sind.

Achtsamkeit bedeutet auch, das Unangenehme freundlich zu begrüssen. 

 

 

Was ist wenn ich schon jetzt weiss, dass ich die Übungen sicher nicht machen werde?

Dann müssen Sie sich überlegen, ob sich die Investition für den Besuch des Kurses für Sie wirklich lohnt, denn die Wirkung der Übungen wird sich vermutlich - wenn überhaupt -nur zum Teil entfalten können.

 

 

Wie wirkt MBSR?

Zur Zeit verbreitet sich MBSR weltweit. Dementsprechend viele Studien dazu werden publiziert.

Allgemein lässt sich festhalten, dass die Kursteilnehmerinnen von besserer Bewältigung akuter Stressituationen, einem gestärkten Immunsystem, Linderung körperlicher Beschwerden und einem allgemein besseren Lebensgefühl nach dem Kurs berichten. Der bewusstere Umgang mit Gefühlen führt ausserdem zu mehr psychischer Stabilität. Signifikant kleiner sind die Rückfallquoten nach Depressionen, wie Studien ergeben haben.

  

Wann ist ein MBSR-Einzelcoaching sinnvoll?

Im MBSR- Einzelcoaching wird individuell gearbeitet. Das kann sich aus Zeit- oder Diskretionsgründen als sinnvoll erweisen.

Dauer mindestens 5 Termine (Individuell nach Absprache)

 

 

Was erwartet mich am Achtsamkeitstag?

Der Achtsamkeitstag zwischen der sechsten und siebten Kurswoche ist eine Kurseinheit von sechs Stunden, in der hauptsächlich die aus dem Kurs bis dahin bekannten Übungen vertieft werden. Der Tag bietet die Gelegenheit, ganz bei sich und dennoch nicht allein zu sein sondern mit einer Gruppe Gleichgesinnter. Traditionell sind ehemalige Kursteilnehmerinnen zu diesen Tagen willkommen, um einen Tag der Einkehr zu praktizieren.

  

 

Wenn ich z.B. unter chronischen Schmerzen leide und sicherlich nicht alle Übungen machen kann, aber trotzdem gerne teilnehmen möchte was dann?

Es ist nicht wichtig, „perfekt“ zu üben. Wichtig ist, dass Sie es so tun, wie es Ihnen in diesem Augenblick möglich ist. Das Herausfinden, in welcher Form - mit Rücksichtnahme auf Ihre aktuelle Situation - das Üben für Sie Sinn macht, ist bereits ein Akt der Achtsamkeit. Die Kursleitung unterstützt Sie darin die richtige Form zu finden. Die Verantwortung für die Ausführung übernehmen Sie dann für sich selbst, denn nur Sie selbst können spüren, was Ihnen gut tut und was nicht.

 

Was heisst nicht bewerten?

Wir lernen von Klein auf, Dinge als richtig oder falsch zu sehen. Ein inneres Bewertungssystem, das sehr oft unbewusst abläuft, trübt unsere reine Wahrnehmung und schwächt den Blick für Alternativen. Am meisten boykottieren wir uns damit selbst, indem wir uns ständig selbst kritisieren, bewerten, heruntersetzen, antreiben, usw. Eine der wichtigsten Übungen des MBSR- Programms ist, sich selbst gegenüber eine liebevolle, achtsame und wertschätzende Haltung einzunehmen.

 

Ursprung des MBSR

Prof. Jon Kabat- Zinn, der Begründer des MBSR hat das Programm der Achtsamkeitspraxis auf der Basis seiner Erfahrungen in buddhistischer Meditation (Vipassana) und mit indischem Yoga aufgebaut. Vom religösen Hintergrund hat Jon Kabat-Zinn das Programm bewusst losgelöst, damit es allen zugänglich wird. Die historische Praxis der Meditation und Kontemplation ist jedoch die Grundlage des Programms, erweitert durch die neuesten Erkenntnisse aus Medizin, Psychologie, Neurowissenschaften und Kommunikation.

Als MBSR- Lehrerinnen legen wir Wert darauf, die Achtsamkeit zu unterrichten, die eine religionsübergreifende Dimension hat und ohne Konfession ist.

 

Welche Basis haben MBSR- Lehrer?

Die MBSR- Lehrer und Lehrerinnen in Europa haben alle eine zertifizierte Ausbildung und verpflichten sich zur Weiterbildung. Eine mehrjährige fortführende Meditationspraxis (keine bestimmte Richtung) ist Voraussetzung für die Zulassung zur Ausbildung. Eine nicht wertende und mitfühlende Haltung gegenüber den TeinehmerInnen ist ebenso selbstverständlich wie das Wissen, dass wir uns auch als LehrerInnen ständig in einem Lernprozess befinden.

 

Für wen ist MBSR nicht geeignet?

MBSR ist nicht geeignet, wenn eine in akuten Situationen vorliegt: Wenn Sie an einer akuten Depression, Burnout oder Annorexie leiden, ist MBSR deshalb nicht zu empfehlen, weil die erhöhte Aufmerksamkeit auf Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken die Situation vorerst verschlimmern könnte.

Zur Prävention oder in einer nicht akuten Phase können Sie den Kurs jedoch besuchen.

In akuten Phasen empfiehlt es sich, Kontakt mit einem MBCT- Lehrer zu suchen.

Die MBCT (mindfulness - cognitiv thearpy) 8- Wochen Kurse werden von spezifisch dafür ausgebildeten TherapeutInnen unterrichtet. s. www.mbsr-verband.ch

 

Gibt es eine Ermässigung der Kursgebühren?

Wenn Sie eine gewünschte Ermässigung der Kurskosten begründen können, (Studium, Arbeitslosigkeit, Rente) nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf.

 

Zahlen Krankenkassen einen Beitrag an den Kurs?

Die Zusatzversicherung der Helsana und CSS leisten einen Beitrag an den Kurs. Fragen Sie Ihre Krankenkasse, ihren Arbeitgeber, Ihre Schulleitung, ob sie die Kosten für den MBSR-Kurs übernehmen, denn Prävention kommt billiger als Behandlung.